Bisher war das Studio bei mir zu Hause eher wenig professionell eingerichtet. Dies musste ich dringend ändern, denn die Kunden wurden durch Mund zu Mund Propaganda und den Internetauftritt, für den ich kräftig Werbung machte, immer mehr. Ich dachte auch zeitweise darüber nach, meinen IT-Job an den Nagel zu hängen, aber das traute ich mich nicht. Es mangelte mir ja doch an der fachlichen Ausbildung und eine zweite Ausbildung zu machen, dazu hatte ich keine Lust. Für das Studio musste ich dann doch etwas Geld in die Hand nehmen. Heute steht alles an seinem Platz und ich muss meinen Kunden keine halbfertigen Notlösungen mehr anbieten. Einige Accessoires habe ich auch besorgt, wie zum Beispiel eine Couch aus rotem Leder und ein Futon Bett. Andere Sachen muss ich dann bei Bedarf irgendwie auftreiben oder von den Kunden mitbringen lassen. Zwei ganze Räume im oberen Geschoss nimmt das Studio in Anspruch. Aber solange ich alleine bin, macht das nichts, und wenn ich einmal die Frau fürs Leben gefunden habe, kann man immer noch weitersehen.
Ganz professionell stehen nun einige Ständer mit Halterungen für Spots im Raum, die ich nach Belieben umstellen kann. Auch Birnen zum Auswechseln habe ich besorgt. Sogar Schwarzlicht habe ich nun im Repertoire. Eine spezielle Wand mit verschiedenen Hintergründen zum Herunterziehen habe ich mir auch geleistet. So lässt sich sogar eine tolle Fotomontage anfertigen, denn auch eine Blue Screen ist dabei. Wenn schon, denn schon, dachte ich so für mich. Der ganze Raum ist auf verschiedene Art und Weise zu beleuchten. Indirekte und direkte Lampen sorgen für die verschiedensten Stimmungen, die man eben im Studio so braucht. Auch einige Decken und große Stoffstücke, aus Satin und anderen Materialien, gehören zum professionellen Equipment und zur Fototechnik.
Ein neues Stativ, in alle Richtungen verstellbar, habe ich auch gekauft. Ich habe mittlerweile schon einige Shootings gemacht. Es macht sehr viel Spaß, in solch einer professionellen Umgebung zu arbeiten. Die Kosten für den Umbau kann ich über das Nebengewerbe ja auch von der Steuer absetzen. Außerdem sind die Preise für die Aufnahmen etwas gestiegen. Mal sehen, wie lange ich brauche, um das Geld wieder herein zu wirtschaften. Fotos, die mit dem optimalen Licht und den zugehörigen Messgeräten geschossen werden, sind nochmal ein Stück idealer, als die, die ich bisher aufgenommen habe. Zu meinen eigenen Fotobüchern komme ich im Moment gar nicht. Die Termine nehmen wirklich zu. Und der Sonntag bleibt ein freier Tag. Früher nutzte ich ihn, um fotografieren zu gehen, heute mache ich Buchhaltung und arbeite Kundenfotos durch. Immer mehr setzt sich in meinem Kopf aber jetzt auch der Wunsch nach einer neuen Kamera durch. Die Sony wird immer einen Platz in meinem Herzen haben, aber ich denke doch darüber nach, mal nach der Nikon D5000 genauer im Internet zu suchen.
