Einige meiner Bilder, die ich aufnehme, entstehen aus reinem privatem Interesse. Nun hatte ich die Idee, dass ich die Fotos doch auch einfach mal ins Internet stellen könnte, um sie zu verkaufen. Eine Homepage besaß ich ja mittlerweile. Ich beschloss, gleich einmal meinen Kumpel anzurufen, der mir die Site erstellt hatte. Mit diesem wollte ich besprechen, wie man das machen konnte, mit dem Bilderverkauf im World Wide Web.
Eine eigene Unter-Seite, eine zusätzliche Kategorie, war ja schnell erstellt. Das Problem, das sich nun stellte, war die Möglichkeit für jeden User, sich die Fotos einfach zu kopieren, was ja nicht unbedingt von Vorteil war, wenn man noch Geld mit den Aufnahmen verdienen wollte. Zwei Dinge wurden beschlossen. Mein Freund blockierte in Java Script die rechte Maustaste und empfahl mir, nur Kopien online zu stellen, in die Schriften und andere Elemente eingebaut waren. Seine Argumentation war einfach: Kaum jemand würde sich ein Bild herunterladen, in dem der eindeutige Hinweis manifestiert war, dass es sich um mein Eigentum handelt. Günstige Preise würden die Kunden schon animieren, sich bei mir zu melden, um die Fotos im Internet zu kaufen. Gesagt, getan.
Tatsächlich stellte sich der Erfolg ein. Immerhin hatte ich mittlerweile einige regelmäßige Besucher auf meiner Site und einige davon interessierten sich auch für meine besonders gelungenen Aufnahmen. So waren die Fotos nicht umsonst aufgenommen, sondern erfreuten andere Menschen. Dass ich sie trotzdem immer wieder einmal in einem privaten Fotobuch verewigte, musste ja niemand wissen. Zumindest an die Öffentlichkeit durften verkaufte Fotos ja nicht mehr kommen, wenn sie einmal den Besitzer gewechselt hatten.
