Mein Gewerbe lief Anfangs zwar etwas schleppend, aber als ich mich endlich im Markt etabliert hatte ging es wirklich wie von alleine. Vor einiger Zeit rief mich eine sehr nette Dame an. Sie betreibt einen kleinen Laden mit Bastelartikeln. In dem war ich noch nicht, da ich mich für solche Sachen eigentlich nicht interessiere. Zuerst dachte, dass sie mir etwas verkaufen wollte, aber sie wollte etwas ganz anderes. Sie hat mich um ein Fotobuch gebeten.
In ihrem Geschäft läuft es zwar schon sehr gut, aber sie befindet sich auch an den Wochenenden immer wieder auf Märkten. Dort möchte sie mehr von sich und ihrer Arbeit zeigen und hat an ein Fotobuch gedacht. Diese Idee fand ich gar nicht schlecht und sagte zu. Ich packte wieder meine sieben Sachen und fuhr zu der genannten Adresse. Was mich dort erwartet wusste ich ja noch nicht. Aber es konnte nicht so schlimm werden.
Die Dame war sehr freundlich und hatte schon Kuchen und Kaffee bereit gestellt. Ich sollte eigentlich arbeiten, aber ich hab die Einladung zum Kaffee nicht abgelehnt. Sie erzählte mir dann, was sie sich genau darunter vorstelle. Sie wollte einen Katalog, in dem ihre Artikel präsentiert werden. Das war etwas ganz neues für mich und ich machte mir sofort Gedanken darüber, wie ich es umsetzen könnte.
Zuerst habe ich mir die ganzen Artikel angesehen, die diese Dame hatte. Es waren Tontöpfe, Feuerwehrmänner, Gartenzwerge und ein hübsches Brautpaar konnte ich erspähen. Heukränze und andere Blumengestecke standen ebenfalls in diesem Raum. Dazu kamen dann noch weitere Artikel wie geflochtene Bänder. Schöne selbst gemachte Taschen aus Filz und sogar Socken und Hüte machte diese Frau. Ich war restlos begeistert und machte mich sogleich an die Arbeit.
Der Hintergrund für die Bilder war sehr schwer zu finden. Ich musste sie so positionieren, dass sie sehr gut aussahen und sich nichts spiegelte. Das würde im Fotobuch nicht gut aussehen. Nach ein paar Minuten hatte ich den ersten passenden Hintergrund und es konnte los gehen. Ich brauchte nicht lange und hatte alle Bilder im Kasten. Die Digitalkamera war voll mit schönen Motiven. Zuhause setzte ich mich dann an den Rechner, bearbeitete die Bilder und setzte sie in einem schönen Fotobuch in Szene. Die Dame war mit meiner Arbeit sehr zufrieden. So viel Spaß und Freundlichkeit hatte ich schon lange nicht mehr erlebt, wie bei dieser Person. Da macht das Erstellen eines Fotobuchs richtig Spaß.
