Manchmal könnte ich mich über mich selbst ärgern. Ich bin wirklich ein sehr guter Fotograf und ich bin der Meinung, dass es mir eigentlich nicht mehr passieren sollte, dass ich Fotos mache, auf denen man rote Augen sieht. Das ärgert mich manchmal wirklich sehr. Es kommt nicht häufig vor, aber meistens, wenn man es nicht erwartet und einen echten Schnappschuss macht passiert es.
Ich kenne meine Digitalkamera wirklich sehr gut und sie ist auch sehr schnell so eingestellt, dass ich alle Umwelteinflüsse berücksichtigt habe. Das Licht und auch das Objekt werden von mir immer so in Szene gesetzt, dass keine roten Augen entstehen. Aber als ich das letzte Mal bei meiner Schwester war, um mit ihr einen schönen gemeinsamen Nachmittag zu verbringen waren wir mit dem Hund draußen. Ich musste natürlich die Kamera mitnehmen um ein paar digitale Fotos zu machen. Ich machte alle Einstellungen schon bevor wir losgingen und dachte mir, eigentlich kann nichts mehr schief gehen.
Lumpi war sehr aufgeregt, weil er einen kleinen Hasen im Feld sitzen sah und stürmte drauf los. Ich packte die Kamera und machte ein paar geniale Fotos. Man sah genau, wie er läuft. Seine Ohren waren in einer perfekten Position auch die ganze Körperhaltung war super. Ich war richtig stolz, dass ich ihn noch erwischt habe. In diesem Moment dachte ich erheblich gesagt nicht daran, dass dieses Bild nichts werden würde. Wir waren so im Spiel und auf den Hund fixiert, dass er den Hasen nicht erwischt, dass ich total vergessen habe die Bilder anzusehen.
Daheim angekommen machte ich mich an meinen Computer und habe die Bilder hochgeladen. Da erlebte ich die Überraschung. Rote Augen. Der Hund hatte wirklich rote Augen. Das ärgerte mich sehr. Mit meinem Bearbeitungsprogramm habe ich die Augen natürlich geändert. Die Fotoentwicklung dauerte nicht lange und meine Schwester freute sich sehr über das fertige Bild. Ich hingegen wusste genau, dass ich das eigentlich besser kann und es keine roten Augen hätte geben dürfen.
