In meiner Nebenerwerbstätigkeit treten immer öfter auch Webdesigner an mich heran, die zum Teil Produkte fotografieren lassen wollen, zum Teil auch andere Digitalfotos für ihre Homepages brauchen. Manche Produktserien zu fotografieren ist sehr zeitaufwendig. Mein kleines Studio kommt mir da sehr zu Hilfe, weil ich über genügend Platz verfüge, um einige Dinge in Szene zu setzen, und die Bilder so in einem oder zumindest wenigen Durchläufen auf die Speicherkarte bringen kann.
Für einen Webdesigner, der in kürzester Zeit eine Homepage gestalten sollte, nahm ich einen Auftrag über Kosmetikartikel an. Von jedem Produkt sollte ein Digitalfoto erstellt werden, das mit exakt dem gleichen Hintergrund fotografiert war. Nach Absprache entschied ich mich für Stoffe in hellgrün und rosa, die schön zum geplanten Hintergrund passen würden. Das erste Probefoto war schnell gemacht. Dies übermittelte ich per E-Mail an den Webdesigner, der schon darauf wartete. Ihm gefiel ein Schatten nicht, den ich in der Eile übersehen hatte. Das ließ sich aber durch einen zusätzlichen Scheinwerfer ändern. So drapierte ich dann Lippenstifte, Eyeliner, Make-up und Cremetöpfchen immer an der gleichen Stelle, an der ich die Stoffe über einige kleine Kartons gelegt hatte.
Bearbeiten musste ich die Digitalfotos in diesem Fall nicht. Es genügte, sie auf eine CD zu brennen, die Rechnung auszudrucken und beim Webdesigner persönlich anzuliefern. Es war gutes Geld verdient, dafür, dass es insgesamt nur 150 Fotos waren, die ich alle in weniger als vier Stunden Arbeit aufnehmen konnte. Solche Aufträge kommen nicht so oft, aber wenn sie kommen, nehme ich sie gerne an. Manchmal sind Digitalfotos auch einfach nur zum Geldverdienen da.
