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Digitalfotos am laufenden Band

Juli 23rd, 2009 · No Comments

Eine Stunde in meinem Garten vor dem Haus kann durchaus 200 Fotos zur Folge haben. Das Frühjahr, wenn sich die Natur entfaltet, bietet die zauberhaftesten Momente. Auch im Herbst, wenn die Natur sich langsam schlafen legt, entstehen eine Menge Digitalfotos. Im Schnitt verwende ich nur etwa zehn Prozent der aufgenommenen Dateien. Die anderen lösche ich wieder. Von zehn Bildern, die ich behalte, kommt eines zur weiteren Verwendung, die anderen in meine Sammlung. Gut, dass es wirklich kein Geld mehr kostet, die Bilder aufzunehmen und wieder zu löschen. Die Speicherkarten sind auch nicht so teuer, als dass man sich nicht einmal eine kaufen könnte, um eine Reserve zu haben, falls man keine Zeit zur Bildbearbeitung hat. Wenn wirklich einmal der Fuß vom Gartengrill im Bild zu sehen ist, macht das nichts. Man kann das Bild nachträglich bearbeiten oder löschen, ohne wirklich Unkosten zu haben.

Eine Hummel, wie sie auf einer Rose sitzt, ein Herbstblatt, das vertrocknet noch am Baum hängt, während der Winter schon Eiszapfen an den Ast gezaubert hat: Das sind die Bilder, die ich so sehr liebe. Eine waidwunde Hornisse, gepeinigt von einem Schlag durch meine Fliegenklatsche, war ein willkommenes Objekt für Studien mit dem Makro Modus meiner Kamera. Abendliche Sonnenuntergänge, Morgenrot, aber auch ein aufziehendes Gewitter: Viele Bilder kann man direkt vor der Haustüre aufnehmen. Dazu muss man sich weder besonders anziehen, noch Geld von der Bank holen. Die Natur ist der beste Lieferant für Motive vom Feinsten. Die Digitalbilder sind eine Schau. Hinzu kommen die vielzähligen Effekte, die man den Fotos nachträglich noch verleihen kann, wenn man das entsprechende Bildbearbeitungsprogramm besitzt. Die Modelle haben zwei, vier, sechs oder acht Beine, oder wachsen einfach. Dabei gibt es so viele berauschende und faszinierende Momente, die es alle wert sind, fotografiert zu werden. Schon das Glitzern einer Wasserpfütze, wenn nach einem Gewitter die Sonne wieder scheint, ist einfach nur fesselnd. Natürlich kann man solche Dinge nur fotografieren, wenn man auch das passende Auge hat. Das Auge ist aber in diesem Fall das Herz, mit dem man die Schönheit der Natur erblicken und entdecken kann. Ein Mensch, dem die Natur egal ist, kann keine Landschaftsbilder aufnehmen.

Vom Garten aus reise ich immer wieder in die nähere und weitere Umgebung. Einmal zu Fuß, ein anderes Mal mit dem Flugzeug. So verschieden, wie die Reisemittel sind auch die Digitalfotos, die ich mit nach Hause bringe. Was auch immer ich finden will, ich schaffe es. Am einfachsten dadurch, einfach still irgendwo zu verharren. Dabei lasse ich die Blicke schweifen und alles, was mein Herz berührt, bewegt den Finger am Auslöser. So kommt die Stimmung eines Augenblicks, der vielleicht nie wieder kommt, am besten auf dem Digitalfoto zur Geltung. Immer wieder komme ich nicht drum herum, ein Fotobuch mit den tollsten Aufnahmen zu füllen. So habe ich wenigstens meine eigene kleine Galerie, die ich jederzeit durchblättern kann, wenn mir danach ist. Und auch einige Interessenten aus dem Freundes- und Arbeitskollegenkreis kommen immer wieder einmal zu mir, um sich Bilder anzusehen. Danke an die Technik, die so tolle Dinge aus Digitalfotos zaubern kann.