Meine Schwester wünschte sich ja schon als kleines Mädchen einen Hund. Wir bekamen aber keinen, weil unsere Eltern dagegen waren. Ich kann es eigentlich auch verstehen, denn es ist gar nicht so einfach, einen Hund zu halten. Die Kosten für Futter, Versicherung und Tierarzt können schon mal sehr hoch sein. Aber auch die Erziehung ist sehr anstrengend. Der kleine Lumpi ist noch ein Welpe und muss somit noch viel lernen. Anfangs fand es meine Schwester sehr lustig, als er ihre Schuhe zerbissen hat. Sie hat auch schöne Bilder gemacht. Diese Fotos hat sie dann alle in ein schönes Fotobuch gepackt. So hat sie eigentlich fast jeden Tag mit ein paar Aufnahmen festgehalten. Man kann Lumpi eigentlich schon beim Wachsen zusehen. Das ist wirklich Wahnsinn.
Anfangs war ich schon etwas überrascht, dass sie sich wirklich einen Hund zugelegt hat. Da ich ja im Moment Single bin und so gerne fotografiere, habe ich ihr angeboten, ihren Hund und auch natürlich sie zu fotografieren. Wir haben das dann mal versucht, als Lumpi noch 12 Wochen alt war. Das hat noch nicht so ganz geklappt. Der kleine Racker war sehr lebendig und konnte sich keine Sekunde stillhalten. Ich fand das recht süß und habe ein paar Aktionsfotos gemacht. Diese gefallen mir am Besten. Ein Hund in Aktion ist doch was Feines. Diese wurden im Garten gemacht. Da konnte sich der Hund so richtig austoben. Wir haben dann noch ein paar Wochen gewartet und versuchten es erneut.
Diesmal war es schon so, dass Lumpi das Kommando „Sitz“ beherrscht und er wurde von mir in die Wiese gesetzt. Dort habe ich dann ein schönes Landschaftsbild mit diesem bezaubernden Hund gemacht. Ich hätte ja nie gedacht, dass er sitzen bleibt. Die Gelegenheit habe ich aber genutzt und gleich auch noch den Schmetterling, der knapp neben ihm saß mitfotografiert. Auch in dieser Zeit hat er stillgehalten. Wir haben dann noch ein paar Aufnahmen mit dem Ball gemacht und ein paar mit einem riesen Knochen. Das sah wirklich nicht schlecht aus.
Meine Schwester wollte jetzt aber auch noch Fotos, auf denen sie, ihr Mann und meine Nichte Lissy zusammen mit Lumpi zu sehen war. Anfangs dachte ich, dass sei gar kein Problem, denn der Hund kennt ja meine Schwester und würde schon stillhalten. Dem war leider nicht so. Lumpi nutzte jede Chance, um sich irgendwie zu verdrücken. Aber das haben wir natürlich nicht zugelassen und versuchten mit viel Geduld und gutem Zureden, dass er sitzen blieb. Es wurde ihm aber zu langweilig und wir haben diesen Fototermin verschoben. Zwei Wochen später hat es dann geklappt. Im Wohnzimmer auf der Couch und draußen im Garten haben wir dann ein paar schöne Fotos geschossen. Diese zieren jetzt das zweite Fotobuch. Mit meiner Sony Kamera habe ich von dem niedlichen Kerl echt schöne Bilder geschossen.
Ein neuer Termin für weitere Fotos steht auch schon. Sie möchte ihren Hund in ein paar nette Kleider stecken und damit auch ein paar Fotos machen. Ich bin ja schon gespannt, wie diese aussehen werden und ob der Hund sich das auch gefallen lässt. Ich würde es mir ja nicht gefallen lassen, wenn mir jemand als Hund ein paar Kleidchen anziehen würde. Das finde ich nicht artgerecht, aber meine Schwester wird schon wissen, was für ihren Hund gut ist und was nicht. Ich hoffe jedoch, dass sie Lumpi noch ein ganzes Weilchen behalten wird. Ich habe den kleinen Kerl schon in mein Herz geschlossen. Er ist wirklich ein lieber, wenngleich frecher Hund.
